Roman Hartung - Autor

Wenn man heute auf mein Leben blickt, sieht man einen Familienvater, und einen Menschen, der mitten im Leben steht. Doch mein Weg dorthin war geprägt von Brüchen, Abschieden und Erfahrungen, die ein Kind eigentlich nicht alleine tragen sollte.

Ich wurde in Wiesbaden-Sonnenberg geboren und wuchs mit meinen Geschwistern zunächst bei meiner leiblichen Mutter auf. Später führte mich mein Weg durch Pflegefamilien, Heime, Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen sowie die Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Viele Jahre wurde ich vor allem über mein Verhalten beschrieben: schwierig, auffällig, oppositionell, nicht tragbar. Doch hinter diesen Worten stand ein Kind, das Angst hatte, nicht gewollt zu sein. Ein Kind, das laut wurde, weil es gesehen werden wollte.

Meine Mission heute

In meinem Buch „Lieber auffallen als verschwinden“ erzähle ich meine Geschichte ehrlich und ungeschönt. Ich schreibe nicht, um anzuklagen, sondern um sichtbar zu machen, was in Akten, Berichten und Diagnosen oft nicht steht.

Ich möchte Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben, die heute dort stehen, wo ich früher stand. Ich möchte Eltern, Pflegefamilien, Fachkräften und Einrichtungen zeigen, dass auffälliges Verhalten oft eine Sprache ist – eine Sprache für Angst, Schmerz, Unsicherheit und den Wunsch nach Zugehörigkeit.

Heute schreibe ich, weil ich eines tief verstanden habe:

Dass die Herkunft niemals über die Zukunft entscheiden muss.

Was bleibt

Diese Website ist ein Einblick in mein Buch, meine Geschichte und meine Botschaft. Sie ist für Menschen, die verstehen wollen. Für jene, die ähnliche Wege gegangen sind. Und für alle, die bereit sind, hinter das Verhalten zu schauen.

„Ich war nie nur schwierig. Ich war ein Kind, das gesehen werden wollte.“

 

Danksagung

 

Auf meinem Weg gab es Menschen, die mich begleitet, unterstützt, gehalten oder geprägt haben.

Manche waren nur für eine kurze Zeit da. Andere sind bis heute ein wichtiger Teil meines Lebens. Wieder andere haben Spuren hinterlassen, die bleiben – auch wenn sich Wege getrennt haben.

Danke an meine Familie, meine Kinder, meine Freunde und Weg Begleiter. Danke an alle, die an mich geglaubt haben, auch dann, wenn ich selbst nicht wusste, wohin mein Weg führt.

Danke an die Menschen, die nicht nur mein Verhalten gesehen haben, sondern den Menschen dahinter.

Diese Seite ist für all jene, denen ich etwas zu verdanken habe.